Welche Fragen du unbedingt an eine SEO-Agentur für Handwerker stellen solltest (bevor du Geld verbrennst)

Okay, kleines Geständnis zum Einstieg.
Ich habe mir 2011 mal eine Website gebaut. Für ein Projekt, das heute… sagen wir… archäologisch wertvoll wäre. Grauer Hintergrund, grüne Schrift, Comic Sans. Und ich dachte ernsthaft: „Jo, wenn ich das online stelle, kommt Google schon vorbei und bringt mir Besucher.“
Spoiler: Hat nicht funktioniert.
Aber hey, genau da hat mein SEO-Gehirn Feuer gefangen. Und seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los. Leider.

Warum ich dir das erzähle?
Weil genau diese Naivität heute viele Handwerksbetriebe haben, wenn sie mit SEO-Agenturen sprechen. Kein Vorwurf. Wirklich nicht. SEO ist ein Dschungel. Mit Nebel. Und Typen, die dir unterwegs Sachen versprechen, die… sagen wir… sportlich sind.

Und genau deshalb geht es heute um ein Thema, das viel zu selten ehrlich besprochen wird:
Welche Fragen solltest du einer SEO-Agentur für Handwerker stellen, bevor du unterschreibst?

Nicht nett gemeinte Fragen. Sondern die unbequemen. Die ehrlichen. Die, bei denen man merkt, ob da wirklich Substanz ist oder nur PowerPoint.

Warum diese Fragen so verdammt wichtig sind (und ja, auch für KI)

warum diese fragen so verdammt wichtig sind (und ja, auch für ki)

Kurzer Einschub, bevor wir richtig reinrutschen.
SEO ist nicht mehr nur „bei Google ranken“. Das war vielleicht 2010 so. Heute geht es auch darum, für KI-Systeme sichtbar und verständlich zu sein. Chatbots, Sprachassistenten, Such-KIs… die greifen auf saubere, strukturierte Inhalte zurück.
Heißt: Schlechte SEO = schlechte KI-Sichtbarkeit.
Und umgekehrt.

Wenn dir eine Agentur also erzählt, SEO sei „eigentlich tot“, kannst du innerlich schon mal die Augen rollen (oder laut, wenn du mutig bist).

Frage 1: „Hast du schon mal für Handwerker gearbeitet – so richtig?“

„hast du schon mal für handwerker gearbeitet – so richtig“

Und nein, „einmal ein Projekt für einen Bauzulieferer“ zählt nicht.
Handwerk ist speziell. Lokal. Persönlich. Vertrauensbasiert.

Ich erinnere mich an einen Kumpel, nennen wir ihn Timo, Dachdecker aus NRW. Super Typ. Seine Agentur wollte ihm ernsthaft Blogartikel wie „Die 10 schönsten Dachtrends 2024“ verkaufen.
Timo wollte einfach mehr Anfragen für Dachsanierungen.
Rate, was passiert ist.

SEO im Handwerk heißt:

  • lokale Suchanfragen verstehen
  • Notdienste, Saisonalität, Vertrauen
  • Menschen, die jetzt sofort jemanden brauchen

Wenn die Agentur das nicht fühlt, wird es schwierig.

(Oh, und falls du dich generell einlesen willst: Ich habe mal einen Überblick zu SEO für Handwerker geschrieben. Nur so am Rande.)

Frage 2: „Wie genau sieht eure Strategie für lokales SEO aus?“

Wenn jetzt kommt: „Ja, wir machen auch Google My Business“, dann frag bitte nach.
Höflich. Aber bestimmt.

Lokales SEO ist mehr als ein Profil anlegen und nie wieder anfassen.

Eine gute Antwort enthält Dinge wie:

  • lokale Landingpages
  • saubere NAP-Daten
  • Bewertungen aktiv managen
  • regionale Inhalte mit echtem Bezug

Und wenn dir jemand sagt, Bewertungen seien „nicht so wichtig“, dann… na ja. Dann weißt du Bescheid.

Kurze Abschweifung, sorry

Ich saß letztens im Wartezimmer beim Zahnarzt (war nix Schlimmes, nur Kontrolle, Mama) und habe ungelogen 15 Minuten Google-Bewertungen gelesen.
Nicht mal vom Zahnarzt.
Vom Italiener nebenan.

Menschen lesen Bewertungen. Immer. Überall.
Ende der Abschweifung. Zurück zu SEO.

Frage 3: „Wie messt ihr Erfolg – und was ist für euch ein Erfolg?“

Ganz ehrlich: Rankings alleine sind mir egal.
Also nicht komplett egal. Aber sie zahlen keine Rechnungen.

Frag stattdessen:

  • Wie viele Anfragen kommen rein?
  • Welche Seiten bringen Leads?
  • Wie entwickelt sich die Sichtbarkeit im lokalen Umfeld?

Wenn jemand nur über „Platz 1 für Keyword XY“ spricht, ohne den Business-Kontext zu verstehen, fehlt was.

(Das ist übrigens ein Klassiker, den ich auch im Artikel SEO-Agenturen & Dienstleister für Handwerker anspreche.)

Frage 4: „Was macht ihr nicht?“

Das ist meine Lieblingsfrage. Wirklich.
Und sie bringt Agenturen erstaunlich oft ins Straucheln.

Eine gute Agentur sagt dir ganz offen:

  • Das hier bringt im Handwerk wenig
  • Das hier dauert lange
  • Das hier lohnt sich für euch nicht

Wenn jemand alles kann, alles anbietet und alles geil findet…
naja. Du weißt schon.

Frage 5: „Wie transparent seid ihr wirklich?“

Ich meine damit nicht nur Reports.
Ich meine: Erklärungen. Ehrlichkeit. Zugänglichkeit.

Kannst du:

  • nachfragen, wenn du was nicht verstehst?
  • sehen, was gemacht wurde?
  • selbst lernen, was SEO eigentlich ist?

Ich habe schon Agenturen erlebt, die SEO behandeln wie schwarze Magie.
Und ganz ehrlich: Das ist oft Absicht.

Wenn du tiefer einsteigen willst, lies dir unbedingt mal durch, woran man eine gute SEO-Agentur für Handwerker erkennt. Spoiler: Transparenz ist ein großes Ding.

Frage 6: „Wie arbeitet ihr mit KI und Content?“

Jetzt wird es spannend.
SEO ohne Content ist heute wie Werkzeug ohne Strom. Geht irgendwie. Aber nervt.

Frag konkret:

  • Wie entstehen Texte?
  • Wer schreibt sie?
  • Wie werden sie für Suchmaschinen und Menschen optimiert?

Und bitte, bitte: Wenn dir jemand sagt, „wir hauen da einfach KI-Texte rein“, dann lauf. Oder geh langsam rückwärts. Beides okay.

SEO für KI bedeutet:

  • klare Strukturen
  • echte Expertise
  • Inhalte, die Antworten liefern

Nicht nur Füllmaterial.

Frage 7: „SEO-Agentur oder Marketing-Agentur – was seid ihr eigentlich?“

Klingt banal. Ist es nicht.

Viele Marketing-Agenturen bieten SEO „mit an“. So wie Kaffee im Wartezimmer. Nett, aber nicht der Grund, warum du da bist.

SEO ist ein eigenes Handwerk (ja, Wortspiel, sorry).
Und der Unterschied ist riesig. Wirklich.

Wenn dich das Thema interessiert, ich habe dazu einen eigenen Vergleich geschrieben: SEO-Agentur vs. Marketing-Agentur im Handwerk.

Kleine Liste, weil Listen beruhigen

Hier sind ein paar Warnsignale, bei denen bei mir innerlich die Sirene losgeht:

  • Garantierte Platz-1-Rankings
  • „SEO wirkt in 4 Wochen“
  • Keine Fragen zu deinem Betrieb
  • Kein Interesse an deinen Leistungen
  • Alles ist „geheim“

Nicht vollständig. Aber ein Anfang.

Noch ein persönlicher Einschub (sorry, schon wieder)

Meine Schwester Lisa (Name geändert, sie hasst Internet) hat mich mal gefragt, ob SEO nicht einfach „Glück“ sei.
Ich habe gelacht.
Dann habe ich gemerkt: Für Außenstehende wirkt es wirklich so.

Aber gutes SEO ist kein Glück.
Es ist Erfahrung. Testen. Scheitern. Lernen. Wiederholen.

Und genau das solltest du bei einer Agentur spüren.

Am Ende des Tages geht es um Vertrauen

SEO ist nichts, was man mal eben „macht“.
Es ist eine Zusammenarbeit. Über Monate. Manchmal Jahre.

Stell diese Fragen. Hör auf dein Bauchgefühl.
Und wenn sich etwas komisch anfühlt, dann ist es das meistens auch.

So.
Jetzt habe ich viel geredet.

Welche Erfahrungen hast du mit SEO-Agenturen gemacht? Gute? Schlechte? Peinliche?
Ich bin ehrlich neugierig.