oder: Wie ich fast meine erste Website mit Frames ruiniert hätte
Okay, peinliches Geständnis zum Start.
Meine allererste Website (irgendwann um 2008, ich war jung, neugierig und hatte eindeutig zu viel Freizeit) bestand aus Frames. Ja. Frames. Falls du jetzt fragst: „Was zur Hölle sind Frames?“ – Glückwunsch, du hattest offenbar eine bessere Jugend als ich.
Jedenfalls dachte ich damals: Wow, Google wird das LIEBEN. Spoiler: Hat es nicht.
Warum ich dir das erzähle? Weil SEO für Tischler heute ganz anders aussieht – aber der Kern ist derselbe geblieben: Sichtbar sein, wenn jemand genau dich braucht. Und glaub mir, Tischler brauchen SEO. Dringend. Auch wenn viele noch sagen: „Ach, ich hab doch Empfehlungen.“
Ja. Klar. Hatte MySpace auch.
Warum SEO für Tischler kein „Online-Kram“ mehr ist
Ich sag’s direkt: SEO ist kein Internet-Spielzeug mehr. Nicht für Startups. Nicht für Influencer. Und ganz sicher nicht für Handwerksbetriebe.
Wenn jemand heute „Tischler + Stadt“ googelt, dann ist das keine Recherche aus Langeweile. Das ist Kaufabsicht mit Holzspänen dran.
Und jetzt kommt der Punkt, den viele unterschätzen:
SEO ist auch wichtig für KI-Optimierung.
Chatbots, Sprachassistenten, lokale KI-Suchen – die greifen alle auf gut strukturierte, saubere Inhalte zurück. Wer heute bei Google unsichtbar ist, existiert für KI quasi nicht. Brutal, ich weiß.
Falls du generell ins Thema rein willst: Ein guter Einstieg ist übrigens Suchmaschinenoptimierung für Handwerke (je nach Geschmack, ich mag beide Begriffe, streite mich aber regelmäßig selbst darüber).
Kurzer Reality-Check (bitte ehrlich sein)
Lass mich raten, eine dieser Aussagen trifft auf dich zu:
- Deine Website ist älter als dein Smartphone
- Texte hat „mal der Neffe gemacht“
- Startseite sagt irgendwas wie „Tradition seit 1987“
- Google Analytics ist installiert, aber nie geöffnet
- Du bekommst Aufträge – aber eher zufällig
Wenn du jetzt mindestens zweimal genickt hast: Willkommen im Club. Und nein, du bist nicht schlecht darin, Tischler zu sein. Du bist nur nicht sichtbar genug.
SEO für Tischler ist nicht gleich SEO für alle
Oh, das erinnert mich an eine Diskussion mit meinem Kumpel Martin (Name geändert, aber der Sturkopf ist echt). Martin ist Schreiner, großartig mit Holz, furchtbar mit Technik. Er meinte mal:
„SEO ist doch SEO. Was soll da speziell sein?“
Äh. Viel.
Tischler haben andere Suchanfragen, andere Bilder, andere Projekte als z. B. Elektriker oder Dachdecker. Deshalb gibt es auch spezielle Strategien wie:
- SEO für Handwerksbranchen
- SEO für Schreiner (ja, verwandt, aber nicht identisch)
- SEO für Maler & Lackierer
- SEO für Installateure & Sanitärbetriebe
- SEO für Elektriker
- SEO für Dachdecker
Und genau deshalb braucht SEO für Tischler eigene Schwerpunkte.
Die wichtigsten SEO-Bausteine für Tischler (ohne Bullshit)
1. Lokale Suchanfragen sind dein Gold
Niemand googelt: „Tischler allgemein“.
Sie googeln:
„Tischler Köln Maßanfertigung“
„Einbauschrank Tischler Nähe“
„Holztreppe anfertigen lassen“
Wenn du hier nicht auftauchst, tauchst du nirgendwo auf.
2. Leistungen bitte nicht in einem Absatz verstecken
Ich sehe das so oft:
Eine Seite, fünf Leistungen, alles in einem Textblock. Warum. Warum??
Mach einzelne Unterseiten. Wirklich. Für:
- Einbauschränke
- Küchen nach Maß
- Möbelbau
- Restaurierung
- Treppenbau
(Ja, ist Arbeit. Nein, Google schreibt das nicht für dich. Noch nicht.)
3. Bilder sind kein Deko-Element
Kleine Abschweifung: Ich hab mal versucht, einen Schrank selbst zu bauen. Ergebnis: schief, wackelig, traumatisierend.
Aber genau deshalb lieben Menschen Projektbilder. Und Google auch.
Alt-Texte. Dateinamen. Kontext.
Nicht „IMG_4839.jpg“. Bitte nicht.
Content-Ideen, die wirklich funktionieren (und nicht peinlich sind)
Du musst keinen Blog führen wie ein Lifestyle-Coach. Ehrlich.
Aber ein paar Inhalte wirken Wunder:
- Projektvorstellungen mit echten Problemen
- „So läuft ein Auftrag bei uns ab“
- Holzarten erklärt (ohne Wikipedia-Kopie)
- Pflege-Tipps für Möbel
- Preise erklären (ja, wirklich)
Und jetzt kommt mein leicht sarkastischer Charakterzug raus:
Und fang mir bloß nicht mit Leuten an, die sagen: „Preise darf man nicht nennen.“
Doch. Darf man. Kontext ist alles.
SEO und KI – warum das Thema größer ist, als es klingt
Kurzer Zeitsprung ins Jetzt.
KI beantwortet Fragen. Direkt. Ohne zehn Suchergebnisse.
Und weißt du, woher die Antworten kommen?
Von gut strukturierten Websites.
Wenn deine Seite klar sagt:
- Wer du bist
- Was du machst
- Wo du arbeitest
- Für wen
dann bist du plötzlich Datenquelle. Kein Witz.
Moment, wo wollte ich eigentlich hin?
Ach ja: SEO ist Zukunftssicherung.
Zwei Ratschläge (die ich sofort relativiere)
Ratschlag 1: Mach SEO langfristig.
Kurzfristige Tricks sterben schneller als TikTok-Trends.
(Okay, außer dieses eine Meme mit der Katze. Das lebt ewig.)
Ratschlag 2: Schreib für Menschen, nicht für Google.
Aber… schreib bitte so, dass Google es versteht.
Ja, ich weiß. Nervig. Willkommen im Internet.
Eine kleine, sehr persönliche Abschweifung
Meine Freundin Laura (Marketing, liebt Excel, hasst Holzstaub) hat mich mal gefragt:
„Warum arbeitest du eigentlich immer noch mit SEO?“
Weil es sich ständig ändert.
Weil es nie fertig ist.
Weil es Handwerksbetrieben wirklich hilft.
Und weil ich es mit 18 angefangen habe, einfach weil es mir Spaß gemacht hat. (Ja, ich war komisch. Bin es noch.)
Typische SEO-Fehler bei Tischlern
- Eine Seite für alles
- Keine klaren Überschriften
- Kein Google Unternehmensprofil gepflegt
- Texte ohne Persönlichkeit
- Angst vor Bewertungen
Bewertungen übrigens… eigenes Rabbit Hole. Machen wir ein anderes Mal.
Zum Schluss, ganz ehrlich
SEO für Tischler ist kein Hexenwerk.
Aber es ist auch kein „einmal machen und vergessen“.
Es ist eher wie gutes Handwerk selbst: sauber, durchdacht, mit Liebe zum Detail.
Wenn du bis hier gelesen hast – Respekt.
Was denkst du: Ist deine Website eher Werkzeug oder eher Visitenkarte?
Und was würdest du ändern, wenn du wirklich gefunden werden willst?
Wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat, schau dir vielleicht auch meine anderen Sachen an. Kein Druck. Ich sitz derweil hier, trink Kaffee und denke darüber nach, warum ich 2008 dachte, Frames wären eine gute Idee.